Fassadenbahnen
Die Fassadengestaltung bietet den Architekten viele Möglichkeiten einem Gebäude eine besondere Note zu verleihen. Gute Produkte, gerade bei teiloffenen Fassaden gibt es wenige.
Mehr zu relevanten Normen, Aufbau von Fassaden, unterschiedlichen Konstruktionen und Fehler bei der Ausführung.
Blick ins Regelwerk
Anforderungen an Fassadenbahnen - Alte bekannte Norm DIN EN 13859-2
Diese Norm enthält Festlegungen für die Eigenschaften von Abdichtungsbahnen zur Anwendung als Unterdeck und Unterspannbahnen für Wände, die hinter außenseitigen Wandverkleidungen zu verlegen sind, um das Eindringen von Wind und Wasser von außen zu verhindern. Sie legt die Anforderungen und Prüfverfahren fest und behandelt die Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit nach den hierin angegebenen Anforderungen.
Im Unterschied zu den Prüfkriterien zur Alterung der Unterdeckbahnen 1 werden bei einem offenen Fugenanteil, statt 336h, bei Fassadenbahnen 5000h permanente UV Lagerung gefordert.
Aufbau von Fassaden
Die vorgehängte, hinterlüftete Fassade
Als hinterlüftete Fassade oder vorgehängte Fassade bezeichnet man im Bauwesen eine mehrschichtige Außenwandkonstruktion beziehungsweise Fassade.
Dabei ist die äußerste Schicht, die dem Schutz gegen Schlagregen dient, durch eine Luftschicht von den dahinterliegenden Schichten getrennt. Nach DIN 18516 1 setzt sich die Konstruktion aus der Fassadenbekleidung, der Hinterlüftungszone, der Dämmung und der Unterkonstruktion zusammen.
Die äußerste Schicht (= Fassadenbekleidung) kann aus Holz, Naturstein, Kunststein, Keramik, Metallblech (z. B. verzinkte Bleche oder Kupferbleche) oder Kompositmaterialien (zum Beispiel Glasfaserbeton und Faserzement) bis hin zu opakem Glas bestehen. Vorgehängte Fassaden können Brandrisiken implizieren: bei einem Fassadenbrand kann der Kamineffekt bewirken, dass in kurzer Zeit viel Hitze entsteht; die Fassade kann das
Löschwasser abschirmen
Die geschlossene, nicht hinterlüftete Fassade
Eine geschlossene Fassade ist in unserem Branchenbereich eher unwahrscheinlich. Sie wird in der Regel von den Malern und Stuckateuren hergestellt und ist dann als Wärmedämmverbundsystem (WDVS) bekannt. Holzrahmenbauer, Zimmerleute könnten trotzdem nach Folien für geschlossene Fassaden fragen, um
- Einen vorübergehenden Schutz der Unterkonstruktion während der Bauzeit zu erreichen
- Den Luftwechsel zwischen den Dämmlagen auszuschließen.
Diese Produkte werden dann auch oft Windbremse, Windpapier genannt.
Zusammenfassung
- Normen und Anforderungen wie bei Dachbahnen
- Zwei verschiedene Aufbauten geschlossene und vorgehängte Fassade
- Bei der vorgehängten Fassade ist der Fugenanteil und die Eignung der Bahn zu beachten.
- Fassadenbahnen sind immer diffusionsoffen